Tickets für das Wiener Mozart-Ensemble
Im Wiener Mozarthaus werden auch regelmäßig die Konzerte des Wiener Mozart-Ensemble, gegründet nach dem 2. Weltkrieg und der Zerstörung der Wiener Staatsoper, zum Besten gegeben. Dieser besondere Klang der Kammermusik im Stil von Mozart ist eine beeindruckende akustische Bereciherung für alle Mozart-Fans.
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Krips: Sängerensemble mit besonderer Stimme
Es war eine Stunde der tiefsten Not, in der eines der glanzvollsten Kapitel der österreichischen Nachkriegs-Musikgeschichte geschrieben wurde. Als Wien im Frühjahr 1945 in Trümmern lag und das Gebäude der Wiener Staatsoper ausgebombt war, schien das kulturelle Leben der Stadt am Ende. Doch der Dirigent Josef Krips weigerte sich, die Musik verstummen zu lassen. Mit Mut, Vision und einer Handvoll visionärer Sänger gründete er das Wiener Mozart-Ensemble – eine Gemeinschaft, die nicht nur die Staatsoper rettete, sondern den weltweiten Standard für die Interpretation der Werke Wolfgang Amadeus Mozarts für Jahrzehnte neu definieren sollte.
Die Geburtsstunde aus den Trümmern (1945)
Sofort nach dem Ende der Kampfhandlungen im April 1945 machte sich Josef Krips, der unter den Nationalsozialisten mit Berufsverbot belegt worden war, an die Arbeit. Das Opernhaus am Ring war zerstört, doch Krips fand im Theater an der Wien und der Volksoper provisorische Ausweichquartiere.
Bereits am 1. Mai 1945 – nur Tage nach dem Kriegsenden – dirigierte er Mozarts „Le nozze di Figaro“. Krips erkannte schnell, dass die opulenten, schwer besetzten Opern von Wagner oder Richard Strauss in der kargen Nachkriegszeit logistisch und finanziell unmöglich waren. Seine Lösung war genial wie pragmatisch: die Konzentration auf die subtile, kammermusikalische Intimität von Mozart. Er formierte ein festes, perfekt aufeinander eingespieltes Ensemble aus jungen Sängerinnen und Sängern. Das Wiener Mozart-Ensemble war geboren.
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Online-Werbung Tickets & EventsDer „Wiener Mozart-Stil“: Leichtigkeit, Eleganz und Präzision
Was Krips mit diesem Ensemble kultivierte, ging als der legendäre Wiener Mozart-Stil in die Musikgeschichte ein. Krips brach radikal mit der damals verbreiteten, oft zu schweren und pathetischen Gesangstradition des frühen 20. Jahrhunderts. Die Maximen waren und sind:
- Musikalische Diät und Schlankheit: Das Orchester (die Wiener Philharmoniker, die das Grabenorchester der Staatsoper bildeten) musste transparent, federnd und flüssig spielen.
- Das Primat des Textes: Jedes Wort musste glasklar verständlich sein. Die Musik diente dem Drama, nicht der reinen Eitelkeit der Stimme.
- Ensemblegeist statt Starkult: Die Sänger probten wochenlang gemeinsam. Es ging nicht um den Triumph eines einzelnen Stars, sondern um das absolut homogene Zusammenspiel aller Stimmen in den komplexen Ensemblesätzen Mozarts.
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